Unsere Arbeitsfelder LVR-Projekte Regiosaatgut in Eifel und Bergischem Land
 

 

Regiosaatgut in Eifel und Bergischem Land

Kooperationsprojekt von 8 Biologischen Stationen und 2 Naturparken zur Wiederherstellung blühender Wiesen und zum Stopp des Insektenschwundes

Um die Artenvielfalt und den Genpool gebietsheimischer Pflanzenarten zu erhalten, ist der Einsatz von regionalem Saatgut bei Ansaaten in der freien Landschaft seit 2020 verpflichtend. Für einige Naturräume liegt entsprechendes Saatgut inzwischen auch vor, z.B. für die niederrheinische Bucht/ das niederrheinische Tiefland (Rheinisches Tiefland), und wird dort auch seit einigen Jahren ausgebracht – maßgeblich unterstützt durch die LVR-Regiosaatgutförderung des Landschaftsverbandes Rheinland.

Für das Bergische Land und die Eifel, zwei Naturräume innerhalb des Rheinischen Berglandes, gab es bis vor kurzem keine ausreichenden Mengen von verfügbarem Regiosaatgut.

Mit dem vorrangigen Ziel der Anreicherung von artenarmem Grünland mit Saatgut, das in ihren jeweiligen Naturräumen innerhalb der Ursprungsregion Rheinisches Bergland gesammelt und vermehrt wird, haben die Biologischen Stationen daher in den vergangenen Jahren bereits im Rahmen verschiedener LVR-Projekte – und lokal zusätzlich unterstützt von weiteren Sponsoren, wie z.B. im Bereich des bergischen Städtedreiecks die Aufwind gGmbH – Produktion und Vertrieb von regionalem Saatgut angestoßen.

Für das Bergische Land konnten schließlich 100 kg Regiosaatgut  produziert werden, die seit Anfang 2024 für die Anreicherung von artenarmen Grünland über die LVR-Regiosaatgutförderung zur Verfügung stehen (s. hier: Bereitstellung von Regiosaatgut | LVR). Auch für die Region Eifel steht seit 2025 Saatgut zur Verfügung.

Der Anbau konnte aber noch nicht verstetigt werden und es werden weiterhin dringend Anbauer, v.a. Landwirte, gesucht.

Dank einer weiteren Förderung vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) und der Kofinanzierung der NRW-Stiftung, kann im Rahmen des neuen Kooperationsprojektes „Regiosaatgut in Eifel und Bergischem Land“ (LVR-Projekt 24-10) weiterhin daran gearbeitet werden, den Anbau von Regiosaatgut langfristig zu sichern.  Am Projekt beteiligt sind 8 Biologische Stationen und 2 Naturparke für das Bergische Land und die Eifel (Koordination:  Biologische Station Düren).

Pressetermin am 06.06.2025 auf Gut Katers in Mettmann mit Projektpartnern und Projektpartnerinnen, interessierten und bereits anbauenden Landwirten, Fördermittelgeber (LVR Rheinland und NRW Stiftung) und Sponsoren (Eifelstiftung). (Foto: Ariane Kauschka)

Die Biologischen Stationen unterstützen im Rahmen des Projektes Landwirte, die in den Saatgutanbau, einsteigen wollen. Voraussetzungen für den Anbau ist der Besitz von Ackerflächen und die Bereitschaft sich in ein neues spannendes Themenfeld einzuarbeiten.

Bis Ende 2027 können Mitarbeitende der Biologischen Stationen Interessierte noch bei der Auswahl der Pflanzen für den Anbau, der Anzucht sowie der Ausbringung und der Ernte des Saatgutes unterstützen. Darüber hinaus sollen Multiplikatorenschulungen entwickelt und regelmäßige Austauschtreffen (Jour fixe) zwischen den Anbauern etabliert werden. Auf diese Weise soll ein Austausch unter Anbauern auch noch nach Projektende ermöglicht werden, bei dem auch die Biologischen Stationen weiterhin vertreten sind.

Am Anbau Interessierte können sich bei den Mitarbeitenden der Biologischen Stationen melden.

Kontaktpersonen für den Bereich des Bergischen Landes sind:

Für das Bergische Städtedreieck (Remscheid, Solingen, Wuppertal) sowie –  in Abstimmung mit der Biologischen Station Haus Bürgel – für den Kreis Mettmann

Pia Kambergs, Biologische Station Mittlere Wupper
Tel.: 02191 794-395
E-Mail: kambergs@bsmw.de

Für den Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis

Cornelia Lösche, Biologische Station Rhein-Berg
Tel.: 02205 94989414
E-Mail: loesche@bs-bl.de 

Weitere Informationen finden sich auf den unten angehängten Projektflyern und den Partnerwebseiten: