Remscheid

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Naturschutzgebiet Unteres Morsbachtal mit Hölterfelder Siefen und Fürberger Bachtal

Ein städteübergreifendes Schutzgebietspuzzle

Der Morsbach ist einer der größten Wupperzuflüsse im Bergischen Land. Sein tief eingeschnittenes, bewaldetes Tal zieht sich nahezu durch den gesamten Remscheider Norden und bildet dann, bis zu seiner Mündung bei Müngsten, über weite Strecken die Grenze zwischen Remscheid und Wuppertal. In beiden Städten stehen Teile des Morsbaches mit seinen kleineren Seitenbächen, den angrenzenden schmalen Auen und den steilen Talhängen unter Naturschutz. So fügen sich das Remscheider Schutzgebiet „Unteres Morsbachtal mit Hölterfelder Siefen und Fürberger Bachtal“ und das Wuppertaler Schutzgebiet „Morsbach und Rheinbach“ entlang des Morsbaches wie Puzzleteile zu einem über 85 Hektar großen Schutzgebietskomplex zusammen. Nicht nur seltene Arten wie die Blauflügel- Prachtlibelle leben hier, auch der Lachs, der in diesem Gewässersystem seit mehr als 100 Jahren ausgestorben war, soll wieder angesiedelt werden. Der Erfolg dieses Versuches kann jedoch erst in einigen Jahren beurteilt werden, wenn die ausgewachsenen Lachse aus dem Meer zurückkehren, um zu laichen.

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Naturschutzgebiet Panzertal

Eine Talsperre für den Artenschutz

Die Panzertalsperre bei Remscheid Lennep versorgte die Lenneper knapp 100 Jahre lang mit Trinkwasser aus dem Panzerbach, bevor sie 1990 außer Betrieb genommen wurde. Doch das macht die zweitälteste Talsperre Deutschlands noch lange nicht überflüssig. Während der Nutzung zur Trinkwassergewinnung siedelten sich in den ausgedehnte Wechselwasserzonen am Talsperrenrand zahlreiche gefährdete Pflanzenarten an, die die Talsperre für den Schutz seltener Pflanzenarten zu einem der wertvollsten Gebiete im nördlichen Bergischen Land machen. So konnten sich hier zum Beispiel Massenvorkommen des seltenen Strandlings und zeitweise mehrere tausend Exemplare des stark gefährdeten Lungen-Enzians entwickeln. Diese blau blühende Pflanze wächst an der Panzertalsperre schon mindestens seit 1905, ist ansonsten jedoch im gesamten Süderbergland nördlich der Sieg ausgestorben. Wegen dieser Bedeutung für den Artenschutz wurde die Talsperre mit dem angrenzenden Wald und Bächen 1997 als gut 27 Hektar großes Naturschutzgebiet ausgewiesen.

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Naturschutzgebiet Dörpetal und Seitentäler

Je wertvoller die Wiese, desto außergewöhnlicher die Gäste

Das drittgrößte Naturschutzgebiet Remscheids wird vor allem durch wertvolle Feucht- und Magerwiesen entlang der Dörpe und der angrenzenden Bachtäler geprägt. Sie sind besonders für seltene Pflanzen, wie den Wald-Schachtelhalm und das Sumpf-Veilchen, ein wichtiger Lebensraum. Überhaupt erweist sich das gut 78 Hektar große Gebiet als besonders artenreich, gerade auch was Vögel und Tagfalter anbelangt. Von den 95 durch die Biologische Station erfassten Vogelarten stehen allein 33 auf der Roten Liste oder der Vorwarnliste, darunter zum Beispiel die Rauchschwalbe und der Neuntöter. Von den 24 gefundenen Tagfalterarten hat der Kaisermantel im Dörpetal seinen einzigen steten Flugort und auch der Braune Feuerfalter konnte hier nach Jahrzehnten das erste Mal wieder beobachtet werden.

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